Fotografie Jörg Reuther / Interviews Astrid Thalmaier

LIVED  Leben ist Kunst

„Den ersten Kurs für Paragliding habe ich in Tschechien gemacht, vor 3 Jahren. Mit 86 habe ich angefangen.“ – Otto Melichar

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Titelinformationen:

LIVED Leben ist Kunst
Erstausgabe 2021
Softcover
176 Seiten
24,5  x 32 cm
ISBN 9-783000-669736

Wie die Idee entstand

In dem Buch „Die Weisheit Afrikas“ von Malidoma Patrice Some`,  las Astrid, welchen Stellenwert die ältere Generation für das gesamte Volk und die Gemeinschaft einnimmt. Die älteren Menschen fungieren dort als Archiv voll mit Lebenserfahrung. Sie verkörpern Werte wie Stabilität, Verlässlichkeit und Weisheit.
Andersherum ehrt der Alte die Jüngeren als Quelle der physischen Stabilität und der Kraft. Junge Menschen brauchen Sicherheit, um sowohl körperlich, als auch geistig zu wachsen. Diese Sicherheit wird ihnen von der älteren Generation geschenkt.
Über dieses Geben und Nehmen, über diesen Kreislauf und die Tatsache, dass auf keine Generation verzichtet werden kann, dachte sie viel nach. Daraufhin kam ihr die Idee für dieses Buch.
Nicht nur die afrikanische, auch unsere ältere Generation hat ihr Leben, zum Großteil, schon hinter sich und ist daher so reich an Erfahrung und Weisheit, wie sonst niemand in unserer Gesellschaft. Die einfachsten Dinge, wie ein Leben gemeistert wird, kann für die jüngere Generation von größter Bedeutung sein.
Ihr Wunsch ist es, den Wert einer gesunden Gemeinschaft – generationenübergreifend – wieder mehr in den Vordergrund zu rücken.
Also fragte sie 2016 Jörg Reuther ob er sich ein gemeinsames Buchprojekt vorstellen könnte. Ihre Idee war es, Interviews mit älteren Menschen zu führen. Der Kern dieses Interviews sollte die Frage sein, was sie an die nächsten Generationen weitergeben möchten. Jörg Reuther sollte diese Interviews fotografisch begleiten.
„Lived – Leben ist Kunst“ ist ein Bildband mit authentischen, autobiografischen Texten.

Über

das Erzählen

Es ist wunderbar und kraftvoll, wenn ein Mensch zum anderen spricht. Es ist durchatmet und lebendig, ist unmittelbar und ursprünglich. Die Pausen, die Suche nach den geeigneten Worten, die Mimik, die Tränen und das Lachen. Alles ist, sobald es niedergeschrieben ist, reduziert. Erst wenn wir das Wort äußerlich oder zumindest innerlich hörbar werden lassen, kommt es zum Leben zurück.
In einer Welt mit persönlichem Erzählen, gäbe es mehr Wärme und Geborgenheit. Wir würden uns und den Anderen besser wahrnehmen und erkennen können.
(Oehlmann Christel; Garantiert erzählen lernen, 1. Auflage September 1995)

Über

die Porträts

Hinter jedem Menschen steckt eine Persönlichkeit. Sie ist Ausdruck gelebter Geschichten und einer umfassenden Prägung, wie sie die Natur und Umwelt und die jeweiligen Lebensverhältnisse mit sich bringen. Portraits erzählen diese Geschichten auf ihre eigene, subtile und immer sehr persönliche Weise. So werden sie zu intimen, respekt- und würdevollen Begegnungen mit dem Leben und dem Schicksal von einzigartigen Individuen.

“Fehler sind da, dass wir aus ihnen lernen, man darf sie nur nicht zweimal machen.

– Otto Melichar –

Fotografie
Jörg Reuther

Jörg Reuther hat Geologie studiert – blieb dabei aber immer seiner eigentlichen Leidenschaft, der Fotografie, treu. Nach seiner Hochschulzeit arbeitete der gebürtige Franke mit Sitz in Herrsching am Ammersee als freier Fotograf mit einem speziellen Fokus auf die Themen Outdoor-Sport, Reisen, Reportagen und Portraits. Seine Fotos sind in zahlreichen Zeitschriften, Magazinen und Blogs sowie in etlichen Reiseführern, Bildbänden und Multivisionsvorträgen zu sehen.
Seine Bilder  werden unter anderem  von “ LOOK – die Bildagentur der Fotografen“ vertrieben.

Interviews
Astrid Thalmaier

Astrid Thalmaier ist Heilpraktikerin und arbeitet mit den Psychotherapeutischen Methoden, Somatic-Experiencing®, Dr. Peter Levine und dem  NeuroAffektivesBeziehungsModell™, L.Heller PhD (bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden handelt es sich um Verfahren der Komplementärmedizin), in eigner Praxis in Herrsching am Ammersee.
Die gebürtige Niederbayerin hatte sich schon in frühen Jahren damit auseinandergesetzt, was es heißt, „In Beziehung zu sein“, Verständnis zu entwickeln für unser Menschsein, für die Begrenzungen in uns, aber auch für die Weite, die entsteht, wenn wir uns wirklich begegnen. Zeit, Mitgefühl und Neugierde sind für sie wichtige Werkzeuge, wenn sie die Menschen begleitet, zu erforschen, was gehört und gesehen werden will, was über die vielen Jahre des Lebens versteckt geblieben ist.